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4. Mai 2017

Familienfreundlicher Bezirk Mitte

Was macht einen Bezirk familienfreundlich?

Ausreichend Kitaplätze, genügend Spielflächen in gutem Zustand, genügend Beratungs- und Unterstützungsangebote für alle Eltern, insbesondere „frischgebackene“ Eltern, Eltern, deren Kinder besonderen Unterstützungsbedarf haben oder die selbst besonderer Unterstützung bedürfen, Freizeitangebote für Familien, v.a. auch kostenfreie tragen zur Familienfreundlichkeit eines Bezirkes bei.
Mitte hat viele tolle Kitas, Familienzentren mit Angeboten für ganz unterschiedliche Eltern, Erziehungs- und Familienberatung, Frühe Hilfen, die Eltern und ihre Kinder tatsächlich frühzeitig begleiten, Ferienangebote für Familien mit wenig Geld. Was fehlt also?

Im Grunde vor allem: mehr davon, um eine flächendeckende soziale Infrastruktur für Familien zu schaffen, denn Familienförderung richtet sich an alle Eltern und Kinder. Gleichzeitig sind solche Orte, die niedrigschwellige, auch kostengünstige Angebote und Beratung, z.B. zu Gesundheit und Ernährung, vorhalten ein wichtiger Baustein im Kampf gegen Familien und Kinderarmut. So sollte jede Bezirksregion einen Anlaufpunkt für Familien haben, in dem Angebote, Beratung und Freizeitgestaltung stattfinden können. Die bestehenden Familienzentren sollten daher zunächst so finanziert werden, dass sie diese Funktion in aller Fachlichkeit inkl. Netzwerkarbeiten ausfüllen können. Darüber hinaus könnten Eltern Beratung und Information rund um Themen wie etwa Kita, Tagespflege, besondere Förderbedarfe, Kindergesundheit, Freizeitangebote, aber auch Schule in einem Familienbüro angeboten werden. Dies könnte an einem Familien- oder Stadtteilzentrum o.ä. angesiedelt sein und macht Informationen für Eltern leichter zugänglich als z.B. ein Besuch im Jugendamt oder eigene Recherche. Daher sieht der Koalitionsvertrag Familienservicebüros als weiteren Baustein der Familienfreundlichkeit vor. Was folgt für den Bezirk daraus?

Das Bezirksamt Mitte hat sich den Kitaausbau für 2017 als besonderes Ziel gesetzt und wird weiter daran arbeiten, dass jedes Kind in Mitte frühzeitig Zugang zu frühkindlicher Bildung erhält und also neue Kitas gebaut und bestehende erweitert werden. Mit der Haushaltsplanung für 2018/19 besteht zudem die Möglichkeit, Unterstützungs-, Beratungs- und Serviceangebote für Familien in Mitte besser auszustatten und zu verankern. Nicht zuletzt gehört ein starkes Jugendamt mit ausreichend Personal zu einem familienfreundlichen Bezirk. Diese Chance ist im Sinne eines familienfreundlichen Bezirks Mitte zu nutzen.

Sandra Obermeyer, Bezirksstadträtin für Jugend, Familie und Bürgerdienste