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4. Januar 2018

BVV verleiht Integrationspreis

Die Bezirksverordnetenversammlung von Berlin-Mitte hat in der letzten Sitzung des Jahres am 21. Dezember den Integrationspreis an den „Frauentreff Olga“ und „Champions ohne Grenzen Ladies“ verliehen. Jedes Jahr vergibt die BVV diesen mit 2000 Euro dotierten Preis an erfolgreiche Projekte und Initiativen zur Integration von Zuwanderinnen und Zuwanderern. Dieses Jahr wurde der Preis geteilt und an zwei Projekte vergeben:

Der „Frauentreff Olga“ ist ein Kontaktladen für drogenabhängige und sich prostituierende Frauen in der Kurfürstenstraße. Seine Angebote richten sich an Frauen und Transgender, deren Lebensbedingungen von Prostitution, Obdachlosigkeit, Gewalterfahrungen sowie schlechter psychischer und physischer Verfassung geprägt sind. Er bietet professionelle Beratungen, Straßenarbeit mit anschließender begleiteter Vermittlung in weiterführende Hilfe, bietet Essen und Möglichkeiten zur Körper- und Wäschepflege und verteilt Kondome und saubere Spritzen. Neben einer kostenlosen medizinischen Versorgung gibt es eine Rechtsberatung, eine Polizeisprechstunde für Opfer von Gewalt und Kurse für ausstiegswillige Prostituierte. Mehr als die Hälfte der betreuten Frauen kommt aus Osteuropa.

„Champions ohne Grenzen Ladies“ sind ein offenes und zentral gelegenes Sportprojekt für geflüchtete Frauen ab 16 Jahren. Es gibt wöchentliches spaß- und bewegungsorientiertes Training von Frauen für Frauen mit dem Schwerpunkt Fußball. Es bietet neben neuen Freundschaften und Freizeitgestaltung auch aktive Unterstützung beim Ankommen. Bei Bedarf gibt es Kinderbetreuung und Sprachmittlung.

Ansonsten wurde in der Dezember-BVV informiert, dass sich die Einführung der Parkraumbewirtschaftung in der nördlichen Luisenstadt verzögert, weil die Ausschreibung für die Schilder kein Ergebnis erbrachte.

Baustadtrat Gothe (SPD) musste auf Nachfrage unserer Fraktion zugeben, dass er Bürger in der Kruppstraße 1+1a und Lehrter Straße 62-65 falsch über das Vorkaufsrecht bei ihren Häusern informiert hat. Es ist nicht das erste Mal, dass das Bezirksamt in Mitte versucht, das kommunale Vorkaufsrecht so gut wie möglich NICHT auszuüben. Es ist ein Skandal, wie wenig sich der Baustadtrat um den Mieterschutz in Mitte kümmert.

Andreas Böttger