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3. Mai 2016

Mit Leidenschaft und überzeugenden Argumenten in den Wahlkampf

Foto: Benjamin Gross

Foto: Benjamin Gross

Außerordentliche Mitgliederversammlung am Nauener Platz - Auftakt am REFO-Campus

 

Mit viel Leidenschaft und nicht ohne Spaß wollen die LINKEN in Wedding, Gesundbrunnen und Moabit in den Wahlkampf ziehen. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Haus der Jugend am Nauener Platz berieten am 12. April die Direktkandidaten für das Berliner Abgeordnetenhaus aus den dortigen Wahlkreisen (WK) mit Genossen und Sympathisanten Strategien und konkrete Vorhaben. 

Widerständig, manchmal radikal müssen wir die Debatten über die Sorgen der Bewohner anfeuern, verlangte Tobias Schulze (WK 7). "Wir sind eine soziale Partei, wir wollen verändern. Dabei müssen wir das für die Armen und Benachteiligten feindliche Programm der AfD auseinandernehmen, uns klar von der Politik von SPD und Grünen abgrenzen, überzeugend unsere Alternativen im Interesse der Menschen aufzeigen." 

Christian Ottos (WK 6) Hauptanliegen ist die verstärkte direkte Bürgerbeteiligung. Steve Rauhut (WK 4) will in den kommenden Wochen vielseitige Multiplikatoren gewinnen, um das Wahlprogramm der DIE LINKE allerorts zu präsentieren. Verbündete säßen auch in den Betriebsräten von Siemens oder der Charité, in der Kulturszene. In einer Wortmeldung wurde verlangt, nicht den Mittelstand in den Wahlkreisen, der nicht weniger unter Problemen und Ängsten leide, zu vergessen.

Bis zum Wahlsonntag am 18. September bleibt noch genug Zeit. Diese soll ausgiebig genutzt werden für den Wahlkampf. "Jeder potentielle Wähler muss uns mindestens einmal leibhaftig gesehen, mit uns gesprochen haben", erwartet Tobias Schulze. Gelegenheit dafür werde es auch bei Treffen mit Anwohnern von geplanten Flüchtlingscontainern oder bei Protesten gegen die Vertreibung von Obdachlosen in der Berlichingenstraße geben.

Der Bezirksvorsitzende der LINKEN, Thilo Urchs, kündigte an, dass sich ein Basistreffen im Mai gründlich mit der AfD auseinandersetzen wird. Die Zeitung "mittendrin" wird vielfältige Argumente für den Wahlkampf in unserem Bezirk anbieten. "In uns steckt viel Energie", hob Versammlungsleiter Werner Schulten hervor, "holen wir damit den arbeitenden, arbeitslosen, weniger bemittelten Berlinern die Stadt zurück!"

Mit dem UNIMOG durch den Wahlkreis

Bereits drei Tage zuvor hatte Steve Rauhut zu einer Hofparty an der Reformationskirche in der Wiclefstraße 32 (Beusselkiez) zur Eröffnung seines Wahlkampfes in Moabit eingeladen. Dabei stellte er den zahlreichen Gästen sein gelbes Info-Mobil UNIMOG vor, mit dem er rund um den REFO-Campus viele der 55 000 Bewohner, junge Leute, Rentner, Arbeits- und Obdachlose, prekär Beschäftigte zu Gesprächen erreichen will. "115 Vereine, Organisationen und Einrichtungen habe ich schon angeschrieben. Auch erwarten wir hier den thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow zu einer Großveranstaltung", teilte er mit.


Matthias Herold