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1. Juni 2017

Christin Noack: Faszinierte Stadtplanerin zwischen Alex und Strausberger Platz

Schon lange fühlt sich Christin Noack zwischen Alex und Strausberger Platz zu Hause. Seit mehr als einem Jahr arbeitet die Stadtplanerin zusammen mit ihrem Team, dem Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement - KoSP GmbH, an der  Erneuerung der sozialen Infrastruktur des II. Bauabschnitts der Karl-Marx-Allee, der Aufwertung seiner Grünflächen, der Spiel- und Sportplätze sowie der Verbesserung der Aufenthaltsqualität. "Anfang 2016 wurden wir vom Bezirksamt Mitte mit der Koordination der Fördermittel für das Wohngebiet, der Programmplanung, der Vorbereitung und Realisierung von Bauvorhaben, der Organisation der Öffentlichkeitsarbeit und der Bürgerbeteiligung sowie der Beratung der Investoren beauftragt", erklärt die 27-jährige Absolventin der TU als Master of Science. 

 

Nach ersten Bürgerversammlungen 2016, einem Rundgang im Mai mit der Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher, und der Präsentation des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) am 6. Juni im Berlin Congress Center wird nun das erste Projekt konkret: "Die Arbeiten zum Umbau der Plansche in der Weydemeyerstraße zu einem Wasserspielplatz beginnen in diesen Tagen", kündigt Christin Noack an. Das Straßen- und Grünflächenamt plant gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt eine attraktive Erholungs-und Spielanlage für alle Generationen. "In den nächsten zehn Jahren geht es an die erforderliche, jedoch behutsame bauliche Weiterentwicklung des gesamten für mich faszinierenden Wohnquartiers", betont die gebürtige Zossenerin. "Dabei wollen wir Schritt für Schritt die wesentlichen Konzeptelemente mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Wohnungsunternehmen und Eigentümern im Wohngebiet diskutieren."

 

Seit November 2016 erwarten Christin Noack und ihre Mitstreiter in ihrem Vor-Ort-Büro in der Schillingstraße 30 Besucher, die Fragen nach den Zielen des Förderprogramms stellen, nach  Möglichkeiten einer gemeinsamen Zusammenarbeit suchen, Anregungen geben, Vorschläge machen. "Dienstags von 8 bis 10 und donnerstags von 16 bis 18 Uhr stehen wir für Gespräche auf Augenhöhe zur Verfügung. Das möchten wir verstetigen, uns über die Jahre  regelmäßig austauschen", erwartet die junge Stadtplanerin. Ab Herbst soll dann auch ein "Stadtteil-Magazin" viermal jährlich über den Stand der Arbeiten informieren und die Beteiligten zu Wort kommen lassen.

 

"Es macht mich stolz", unterstreicht Christin Noack, "an der Entwicklung dieses einzigartigen städtebaulichen Ensembles der Nachkriegsmoderne mitwirken zu dürfen". Auch ihre Wohnung hat sie in der Nähe gewählt, in ihrer Freizeit joggt sie gerne über die Karl-Marx-Allee. Der zweite Bauabschnitt liegt bei ihr in den besten Händen.

 

Matthias Herold