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1. Juni 2017

DAS IST DAS LETZTE

Eine kleine muntere Schar von jungen LINKEN zieht mit unserer „Mittendrin“ durch Berlin-Mitte. Sie wollen das Blättchen nicht einfach in die Briefkästen werfen, sondern den Lesern an der Wohnungstür in die Hand drücken. Das habe ich auch mal getan, als ich so jung war und die vielen Treppen  ohne Japsen schaffte. Dazu gehört nicht nur Kraft, sondern auch  Mut und gute Antworten auf bissige Fragen. Nicht jeder macht die Tür auf. Nicht jede winkt hinein. Da trifft man Gutmenschen und auch Wutmenschen, Halb-Linke und auch Halb-Rechte. Aber hinter solchen Türen leben auch viele Nichtwähler oder enttäuschte LINKS-Wähler. Zudem rät die Polizei, nicht zu öffnen, wenn Fremde klingeln. Da zählt es doppelt, wenn es bei solchen Begegnungen bis zum Austausch der Telefonnummern für das nächste Kandidaten-Gespräch oder auch für die Wahlparty kommt.
Wir wissen, dass die Isolation zunimmt, also muss man auf die Leute zugehen. Weil zu viele Medien für die Verblödung sorgen, müssen wir die versteckten Zusammenhänge aufdecken. Und weil den Nachbarn das Hemd näher ist als der Rock, müssen wir erkunden, wo im Kiez oder im Land der Schuh drückt, um dann mit unseren Abgeordneten zu klären, welche Lösungen wir vorschlagen können. Die LINKE ist eben nicht nur eine Partei für den Wahltag, sondern auch für den Alltag.
Wenn ich als „Jungspecht beim Klinkenputzen“ wäre, würde ich  fragen: „Verzeihung, können Sie mir sagen, ob meine Rente sicher ist?“ Oder: „Möchten Sie mal etwas lesen, was die Kanzlerin bestimmt nicht liest?“ Oder: „Wissen Sie, wie viel Tausend Kinder und Jugendliche in diesem Bezirk unter der Armutsgrenze leben?“
Das kann Streit geben. Aber mit der Frage beginnt das Denken und mit dem Nachdenken wächst die Chance für mehr Frieden, mehr Demokratie und Gerechtigkeit.                     

Arthur Paul