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4. Januar 2018

DAS IST DAS LETZTE

Zum neuen Jahr wünscht man viel Glück. Nun gibt es aber zweierlei Glück: Das „kleine Glück“ der Familie mit Gesundheit, Geselligkeit,  Geborgenheit,  das aber nur von Dauer ist, wenn das „große Glück“ der Gemeinschaft als Stütze hinzukommt. Das ICH lebt vom WIR. Wer nur die Selbstwohlfahrt  gelten lässt, ist zu dumm oder zu schwach, für das Gemeinwohl zu sorgen. Das könnte aber zur Brücke oder zur Fallgrube des Glückes werden.
Die Existenzbedingungen auf diesem Planeten sind sehr wacklig geworden: Durch abertausende Kernsprengköpfe in den Händen zwielichtiger Gestalten. Durch die Klimakrise, die unsere Luft, das Wasser und die Nahrung vergiftet. Durch die Zuspitzung von Geldgier, Machtpoker und Gängelung der Völker durch die Netzwerke des Großkapitals.
Das verängstigt und entwurzelt ganze Völkerschaften. Das entmachtet Regierende und ihre Wähler durch den Abbau der Demokratie. Das fördert abenteuerliche Ausbrüche aus den Krisen mittels Götter, Gauner und Gewalt.

Das will keiner hören. Man übt lieber mit dem neuen Handy die neuen Lebenshilfen: Notruf, Navi, nette Fotos oder neckische Witze und Spiele … bis die Firma ruft und Überstunden verlangt. Was unterscheidet die Fußketten der früheren Sklaven von dem Mobilfunk-Lasso der neuen Bosse? Warum musste die Marktwirtschaft ihr tröstendes Beiwort “soziale“ streichen? Wer lässt die Erde rechtsrum tanzen in Sachsen und Bayern, Wien und Warschau, Amerika und Anatolien?
Wie gut, dass Berlin und Thüringen es mit unseren Leuten linksrum versuchen. Alle Gesundbeter des Turbo-Kapitalismus hatten versucht, das zu verhindern. Den zaudernden Schulz haben sie auf´s Kreuz gelegt. Uns wollte er nicht als Gehhilfe. Wir müssen beweisen, dass wir besser vorankommen. Dann kann das neue Jahr – wenigstens für das „kleine Glück“ der „kleinen Leute“ - neue Hoffnung bringen. 

Arthur Paul