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Das SOS-Kinderdorf in Moabit kümmert sich um berufliche Perspektiven von Jugendlichen

Bildungszugänge und Bildungsübergänge im Bezirk verbessern

Passend zum Beginn des Kita- und Schuljahres 2018 präsentierte das Bezirksamt Mitte den ersten Projektbericht des Bildungsmonitorings im Bezirk. Angesichts eines Anteils von etwa 12 Prozent der in bezirklichen Schulen beschulten Jugendlichen, die ohne einen Abschluss die Schule verlassen, beschloss das Bezirksamt im vergangenen Jahr das Thema Bildung und Zugänge zu Bildung im Bezirk genauer zu betrachten. Das Monitoring soll dazu dienen, die Bedingungen frühkindlicher und schulischer Bildung im Bezirk zu erfassen und besser zu verstehen, so dass die Förderung sozialer Teilhabe und Chancengerechtigkeit für die Kinder im Bezirk verbessert werden kann.

Der Schwerpunkt des Monitorings liegt auf den Bildungszugängen und Bildungsübergängen, wobei der erste Projektbericht den Zugang zu Kitas und den Übergang von Kitas in Grundschulen thematisiert. Als wesentlicher Faktor für die Bildungsaussichten von Kindern wurden ihre sprachlichen Fähigkeiten näher betrachtet. Wir alle wissen, dass insbesondere Sprache der Schlüssel zu Bildung ist. So wird zwar bereits im Kindergarten, bei der Einschulung und in der Grundschule die Sprachstandsentwicklung der Kinder erfasst, jedoch wurden diese Daten bislang nicht verknüpft, so dass belastbare Aussagen zur Sprachentwicklung und was dafür relevant ist, kaum möglich waren.

Das Monitoring gibt keine Antworten, sondern zeigt dem Bezirksamt, wo genauer hingeschaut werden muss. So ergeben die Daten, dass  Kinder mit nichtdeutschen Herkunftssprachen oft erst später in die Kita gehen. Da die Kitabesuchsdauer wichtig für die Sprachentwicklung ist, haben Kinder, die kürzer in der Kita waren, oft einen schlechteren Sprachstand. Das Monitoring zeigt aber auch, dass der sogenannte „Migrationshintergrund“ wenig erklärt. Neben der Zuwanderungserfahrung spielen Berufstätigkeit der Mutter und Bildungsstand der Eltern eine große Rolle beim Zugang zu Bildung. Wir müssen als Bezirksamt daher fragen, was Eltern davon abhält ihr Kind in die Kita zu schicken. Sind es die mangelnden Kitaplätze? Sind es bürokratische oder kulturelle Hürden, einen Kitagutschein zu bekommen und umzusetzen? Das Jugendamt hat die Aufgabe,  Familien, die sie benötigen, besondere Unterstützung bei der Kitaplatzsuche zukommen zu lassen, sowie im Austausch mit Familien, z.B. über Kiezmütter , Zugänge zu Bildung für die Kinder zu erarbeiten. Wir werden weiterhin die Verbundarbeit mit Kitas, Schulen, Familienzentren im Bezirk stärken, auch die Frühen Hilfen und dazu beitragen, dass durch besseres Verstehen der Familien und „Bildungsschranken“ der Zugang zu Bildung allen Kindern offen steht. Schließlich müssen wir insbesondere den Kitaplatzausbau weiter vorantreiben, der erklärtes Ziel des Bezirksamtes ist.

Sandra Obermeyer


Termine

Das SOS-Kinderdorf in Moabit kümmert sich um berufliche Perspektiven von Jugendlichen

Bildungszugänge und Bildungsübergänge im Bezirk verbessern

Passend zum Beginn des Kita- und Schuljahres 2018 präsentierte das Bezirksamt Mitte den ersten Projektbericht des Bildungsmonitorings im Bezirk. Angesichts eines Anteils von etwa 12 Prozent der in bezirklichen Schulen beschulten Jugendlichen, die ohne einen Abschluss die Schule verlassen, beschloss das Bezirksamt im vergangenen Jahr das Thema Bildung und Zugänge zu Bildung im Bezirk genauer zu betrachten. Das Monitoring soll dazu dienen, die Bedingungen frühkindlicher und schulischer Bildung im Bezirk zu erfassen und besser zu verstehen, so dass die Förderung sozialer Teilhabe und Chancengerechtigkeit für die Kinder im Bezirk verbessert werden kann.

Der Schwerpunkt des Monitorings liegt auf den Bildungszugängen und Bildungsübergängen, wobei der erste Projektbericht den Zugang zu Kitas und den Übergang von Kitas in Grundschulen thematisiert. Als wesentlicher Faktor für die Bildungsaussichten von Kindern wurden ihre sprachlichen Fähigkeiten näher betrachtet. Wir alle wissen, dass insbesondere Sprache der Schlüssel zu Bildung ist. So wird zwar bereits im Kindergarten, bei der Einschulung und in der Grundschule die Sprachstandsentwicklung der Kinder erfasst, jedoch wurden diese Daten bislang nicht verknüpft, so dass belastbare Aussagen zur Sprachentwicklung und was dafür relevant ist, kaum möglich waren.

Das Monitoring gibt keine Antworten, sondern zeigt dem Bezirksamt, wo genauer hingeschaut werden muss. So ergeben die Daten, dass  Kinder mit nichtdeutschen Herkunftssprachen oft erst später in die Kita gehen. Da die Kitabesuchsdauer wichtig für die Sprachentwicklung ist, haben Kinder, die kürzer in der Kita waren, oft einen schlechteren Sprachstand. Das Monitoring zeigt aber auch, dass der sogenannte „Migrationshintergrund“ wenig erklärt. Neben der Zuwanderungserfahrung spielen Berufstätigkeit der Mutter und Bildungsstand der Eltern eine große Rolle beim Zugang zu Bildung. Wir müssen als Bezirksamt daher fragen, was Eltern davon abhält ihr Kind in die Kita zu schicken. Sind es die mangelnden Kitaplätze? Sind es bürokratische oder kulturelle Hürden, einen Kitagutschein zu bekommen und umzusetzen? Das Jugendamt hat die Aufgabe,  Familien, die sie benötigen, besondere Unterstützung bei der Kitaplatzsuche zukommen zu lassen, sowie im Austausch mit Familien, z.B. über Kiezmütter , Zugänge zu Bildung für die Kinder zu erarbeiten. Wir werden weiterhin die Verbundarbeit mit Kitas, Schulen, Familienzentren im Bezirk stärken, auch die Frühen Hilfen und dazu beitragen, dass durch besseres Verstehen der Familien und „Bildungsschranken“ der Zugang zu Bildung allen Kindern offen steht. Schließlich müssen wir insbesondere den Kitaplatzausbau weiter vorantreiben, der erklärtes Ziel des Bezirksamtes ist.

Sandra Obermeyer

Termine der Basis

Das SOS-Kinderdorf in Moabit kümmert sich um berufliche Perspektiven von Jugendlichen

Bildungszugänge und Bildungsübergänge im Bezirk verbessern

Passend zum Beginn des Kita- und Schuljahres 2018 präsentierte das Bezirksamt Mitte den ersten Projektbericht des Bildungsmonitorings im Bezirk. Angesichts eines Anteils von etwa 12 Prozent der in bezirklichen Schulen beschulten Jugendlichen, die ohne einen Abschluss die Schule verlassen, beschloss das Bezirksamt im vergangenen Jahr das Thema Bildung und Zugänge zu Bildung im Bezirk genauer zu betrachten. Das Monitoring soll dazu dienen, die Bedingungen frühkindlicher und schulischer Bildung im Bezirk zu erfassen und besser zu verstehen, so dass die Förderung sozialer Teilhabe und Chancengerechtigkeit für die Kinder im Bezirk verbessert werden kann.

Der Schwerpunkt des Monitorings liegt auf den Bildungszugängen und Bildungsübergängen, wobei der erste Projektbericht den Zugang zu Kitas und den Übergang von Kitas in Grundschulen thematisiert. Als wesentlicher Faktor für die Bildungsaussichten von Kindern wurden ihre sprachlichen Fähigkeiten näher betrachtet. Wir alle wissen, dass insbesondere Sprache der Schlüssel zu Bildung ist. So wird zwar bereits im Kindergarten, bei der Einschulung und in der Grundschule die Sprachstandsentwicklung der Kinder erfasst, jedoch wurden diese Daten bislang nicht verknüpft, so dass belastbare Aussagen zur Sprachentwicklung und was dafür relevant ist, kaum möglich waren.

Das Monitoring gibt keine Antworten, sondern zeigt dem Bezirksamt, wo genauer hingeschaut werden muss. So ergeben die Daten, dass  Kinder mit nichtdeutschen Herkunftssprachen oft erst später in die Kita gehen. Da die Kitabesuchsdauer wichtig für die Sprachentwicklung ist, haben Kinder, die kürzer in der Kita waren, oft einen schlechteren Sprachstand. Das Monitoring zeigt aber auch, dass der sogenannte „Migrationshintergrund“ wenig erklärt. Neben der Zuwanderungserfahrung spielen Berufstätigkeit der Mutter und Bildungsstand der Eltern eine große Rolle beim Zugang zu Bildung. Wir müssen als Bezirksamt daher fragen, was Eltern davon abhält ihr Kind in die Kita zu schicken. Sind es die mangelnden Kitaplätze? Sind es bürokratische oder kulturelle Hürden, einen Kitagutschein zu bekommen und umzusetzen? Das Jugendamt hat die Aufgabe,  Familien, die sie benötigen, besondere Unterstützung bei der Kitaplatzsuche zukommen zu lassen, sowie im Austausch mit Familien, z.B. über Kiezmütter , Zugänge zu Bildung für die Kinder zu erarbeiten. Wir werden weiterhin die Verbundarbeit mit Kitas, Schulen, Familienzentren im Bezirk stärken, auch die Frühen Hilfen und dazu beitragen, dass durch besseres Verstehen der Familien und „Bildungsschranken“ der Zugang zu Bildung allen Kindern offen steht. Schließlich müssen wir insbesondere den Kitaplatzausbau weiter vorantreiben, der erklärtes Ziel des Bezirksamtes ist.

Sandra Obermeyer