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Schwierige Arbeit(-sbedingungen) im Jugendamt – eine unendliche Geschichte?

Mitte Mai wurde eine bundesweite Studie der Universität Koblenz zur beruflichen Realität in den Jugendämtern in Berlin vorgestellt.
Das Jugendamt Mitte hat als eines der größten Jugendämter Deutschlands daran mitgewirkt. Wichtiges Ergebnis: die Jugendämter sind überlastet, sie müssen für ihre Aufgaben besser ausgestattet werden. Bundesweit fehlen 16.000 Fachkräfte. Das betrifft auch Berlin. Zwar liegen die Personalabbaukonzepte in der Vergangenheit, aber die Mitarbeitenden der Jugendämter sind – das zeigt sich besonders deutlich in Mitte – in den sog. regionalen Sozialpädagogischen Diensten (RSD) immer noch besonders gefordert. Das liegt insbesondere daran, dass zu viele Fälle durch zu wenig Personal bearbeitet werden müssen. „Fälle“ bedeutet: z.T. schwierigste Lebenssituationen und Schicksale von Familien, in denen verantwortungsvolle Entscheidungen getroffen werden müssen. Insofern hat man sich in Berlin schon in der letzten Legislatur zwischen Senat und Bezirken darauf verständigt, dass pro Mitarbeiter(in) nicht mehr als 65 Fälle bearbeitet werden sollen. Es waren z.T. in den letzten Jahren über 100.
Auch jetzt werden in Mitte noch über 80 Fälle pro Mitarbeiter*in bearbeitet. Das bedeutet, dass wir weiter für ausreichend Personal in den Jugendämtern streiten und für gute Arbeitsbedingungen sorgen müssen. Mittlerweile ist es für die Bezirke als Arbeitsgeber schwer geworden, qualifiziertes Personal zu finden. Der Fachkräftemangel betrifft nicht nur Kitas, sondern die Jugendarbeit insgesamt. Zu attraktiven Arbeitsbedingungen gehört eine angemessene Bezahlung und gesellschaftliche Wertschätzung der Arbeit der Jugendämter. Häufig wird in den Medien über Jugendämter berichtet, wenn „etwas schiefgelaufen“ ist und die Sozialarbeitenden werden verantwortlich gemacht, ohne dass die Jugendämter zu Wort kommen. In diesem Sinne habe ich mich über das Medienecho zur Studie gefreut und hoffe, dass wir in Berlin bei den Tarifverhandlungen und bei den Haushaltsberatungen im Sinne der Arbeit für Kinder, Jugendliche und Familien wieder einen Schritt weiter kommen. Auch der Landesjugendhilfeausschuss, dem ich angehöre, setzt sich dafür ein. Wir sollten bedenken: Sozialarbeit ist ein wichtiges Berufsfeld. Dort arbeiten die Menschen, die Kinder, Jugendliche und Familien stärken, sie schützen und durch schwierigste Lebenssituationen begleiten sollen. Das Jugendamt Mitte wirbt daher mit dem Slogan: Jugendamt – Unterstützung, die ankommt. Das ist eine Aufgabe, die tagtäglich erfüllt werden muss: von der raschen Bearbeitung von Kita-, Elterngeld- und anderen Anträgen bis hin zum Kinderschutz. Das Jugendamt Mitte macht hier einen guten Job.

Sandra Obermeyer


Termine


Schwierige Arbeit(-sbedingungen) im Jugendamt – eine unendliche Geschichte?

Mitte Mai wurde eine bundesweite Studie der Universität Koblenz zur beruflichen Realität in den Jugendämtern in Berlin vorgestellt.
Das Jugendamt Mitte hat als eines der größten Jugendämter Deutschlands daran mitgewirkt. Wichtiges Ergebnis: die Jugendämter sind überlastet, sie müssen für ihre Aufgaben besser ausgestattet werden. Bundesweit fehlen 16.000 Fachkräfte. Das betrifft auch Berlin. Zwar liegen die Personalabbaukonzepte in der Vergangenheit, aber die Mitarbeitenden der Jugendämter sind – das zeigt sich besonders deutlich in Mitte – in den sog. regionalen Sozialpädagogischen Diensten (RSD) immer noch besonders gefordert. Das liegt insbesondere daran, dass zu viele Fälle durch zu wenig Personal bearbeitet werden müssen. „Fälle“ bedeutet: z.T. schwierigste Lebenssituationen und Schicksale von Familien, in denen verantwortungsvolle Entscheidungen getroffen werden müssen. Insofern hat man sich in Berlin schon in der letzten Legislatur zwischen Senat und Bezirken darauf verständigt, dass pro Mitarbeiter(in) nicht mehr als 65 Fälle bearbeitet werden sollen. Es waren z.T. in den letzten Jahren über 100.
Auch jetzt werden in Mitte noch über 80 Fälle pro Mitarbeiter*in bearbeitet. Das bedeutet, dass wir weiter für ausreichend Personal in den Jugendämtern streiten und für gute Arbeitsbedingungen sorgen müssen. Mittlerweile ist es für die Bezirke als Arbeitsgeber schwer geworden, qualifiziertes Personal zu finden. Der Fachkräftemangel betrifft nicht nur Kitas, sondern die Jugendarbeit insgesamt. Zu attraktiven Arbeitsbedingungen gehört eine angemessene Bezahlung und gesellschaftliche Wertschätzung der Arbeit der Jugendämter. Häufig wird in den Medien über Jugendämter berichtet, wenn „etwas schiefgelaufen“ ist und die Sozialarbeitenden werden verantwortlich gemacht, ohne dass die Jugendämter zu Wort kommen. In diesem Sinne habe ich mich über das Medienecho zur Studie gefreut und hoffe, dass wir in Berlin bei den Tarifverhandlungen und bei den Haushaltsberatungen im Sinne der Arbeit für Kinder, Jugendliche und Familien wieder einen Schritt weiter kommen. Auch der Landesjugendhilfeausschuss, dem ich angehöre, setzt sich dafür ein. Wir sollten bedenken: Sozialarbeit ist ein wichtiges Berufsfeld. Dort arbeiten die Menschen, die Kinder, Jugendliche und Familien stärken, sie schützen und durch schwierigste Lebenssituationen begleiten sollen. Das Jugendamt Mitte wirbt daher mit dem Slogan: Jugendamt – Unterstützung, die ankommt. Das ist eine Aufgabe, die tagtäglich erfüllt werden muss: von der raschen Bearbeitung von Kita-, Elterngeld- und anderen Anträgen bis hin zum Kinderschutz. Das Jugendamt Mitte macht hier einen guten Job.

Sandra Obermeyer

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Schwierige Arbeit(-sbedingungen) im Jugendamt – eine unendliche Geschichte?

Mitte Mai wurde eine bundesweite Studie der Universität Koblenz zur beruflichen Realität in den Jugendämtern in Berlin vorgestellt.
Das Jugendamt Mitte hat als eines der größten Jugendämter Deutschlands daran mitgewirkt. Wichtiges Ergebnis: die Jugendämter sind überlastet, sie müssen für ihre Aufgaben besser ausgestattet werden. Bundesweit fehlen 16.000 Fachkräfte. Das betrifft auch Berlin. Zwar liegen die Personalabbaukonzepte in der Vergangenheit, aber die Mitarbeitenden der Jugendämter sind – das zeigt sich besonders deutlich in Mitte – in den sog. regionalen Sozialpädagogischen Diensten (RSD) immer noch besonders gefordert. Das liegt insbesondere daran, dass zu viele Fälle durch zu wenig Personal bearbeitet werden müssen. „Fälle“ bedeutet: z.T. schwierigste Lebenssituationen und Schicksale von Familien, in denen verantwortungsvolle Entscheidungen getroffen werden müssen. Insofern hat man sich in Berlin schon in der letzten Legislatur zwischen Senat und Bezirken darauf verständigt, dass pro Mitarbeiter(in) nicht mehr als 65 Fälle bearbeitet werden sollen. Es waren z.T. in den letzten Jahren über 100.
Auch jetzt werden in Mitte noch über 80 Fälle pro Mitarbeiter*in bearbeitet. Das bedeutet, dass wir weiter für ausreichend Personal in den Jugendämtern streiten und für gute Arbeitsbedingungen sorgen müssen. Mittlerweile ist es für die Bezirke als Arbeitsgeber schwer geworden, qualifiziertes Personal zu finden. Der Fachkräftemangel betrifft nicht nur Kitas, sondern die Jugendarbeit insgesamt. Zu attraktiven Arbeitsbedingungen gehört eine angemessene Bezahlung und gesellschaftliche Wertschätzung der Arbeit der Jugendämter. Häufig wird in den Medien über Jugendämter berichtet, wenn „etwas schiefgelaufen“ ist und die Sozialarbeitenden werden verantwortlich gemacht, ohne dass die Jugendämter zu Wort kommen. In diesem Sinne habe ich mich über das Medienecho zur Studie gefreut und hoffe, dass wir in Berlin bei den Tarifverhandlungen und bei den Haushaltsberatungen im Sinne der Arbeit für Kinder, Jugendliche und Familien wieder einen Schritt weiter kommen. Auch der Landesjugendhilfeausschuss, dem ich angehöre, setzt sich dafür ein. Wir sollten bedenken: Sozialarbeit ist ein wichtiges Berufsfeld. Dort arbeiten die Menschen, die Kinder, Jugendliche und Familien stärken, sie schützen und durch schwierigste Lebenssituationen begleiten sollen. Das Jugendamt Mitte wirbt daher mit dem Slogan: Jugendamt – Unterstützung, die ankommt. Das ist eine Aufgabe, die tagtäglich erfüllt werden muss: von der raschen Bearbeitung von Kita-, Elterngeld- und anderen Anträgen bis hin zum Kinderschutz. Das Jugendamt Mitte macht hier einen guten Job.

Sandra Obermeyer