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Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ zählt auf DIE LINKE Kilian ist seit Januar Aktivist bei der Initiative „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“. Kurz drauf ist er in die Basisorganisation (BO) Wedding der LINKEN eingetreten.

Kilian, wie kam es, dass du der LINKEN beigetreten bist?

Ich hab bei der Kampagne Deutsche Wohnen mitbekommen, dass im Kiezteam auch Leute von der LINKEN aus meiner direkten Nachbarschaft da aktiv sind. Ich hatte mir länger vorgenommen in die LINKE, einzutreten. Ich dachte mir, wenn ich jetzt hier aktiv bin und auch mit Leuten aus der hier, dann ist jetzt auch der Punkt, wo ich mich in der Partei engagieren will.

 

Und warum DIE LINKE und nicht z.B. die Grünen oder die SPD?

Die SPD ist nicht konsequent genug. Da sind wirtschaftsliberale Vereinigungen dabei, die ich ablehne. Die Grünen vertreten in ökologischer Hinsicht viele gute Sachen. Aber das Soziale fällt hinten runter. Für mich war klar, die Linke ist die glaubwürdige linke Partei, die parlamentarisch was bewegen kann.

 

Wie viele unserer Genoss:innen sind bei der Kampagne im Kiezteam Wedding mit dabei, würdest du schätzen?

Ich würde sagen, zehn Leute, die wirklich aktiv sind, plus die, die ab und zu mal sammeln.

 

Bezüglich „Deutsche Wohnen & Co.“ hast du dich ja explizit in einer Bewegung für Enteignung engagiert. Inwiefern glaubst du, ist die LINKE für das Thema die richtige Partei?

Wenn es um die Wohnungsfrage geht, führt kein Weg an Enteignung vorbei. Eine nachhaltige soziale Wohnpolitik kann man nur betreiben, wenn ein Großteil der Wohnungen in staatlicher oder genossenschaftlicher Hand ist. Die SPD wird sich da nie so richtig dahinter stellen können und auch die Grünen hab` ich da als zu zaghaft wahrgenommen. Bei der LINKE habe ich immer das Gefühl, dass da von vornherein klar ist, dass man als Partei so eine Kampagne unterstützt.

 

In solchen Bewegungen gibt es ja oft Vorbehalte gegen Parteien. Wie wird im Kiezteam unsere BO-Mitarbeit wahrgenommen?

Das wird auf jeden Fall wertgeschätzt. Die Sammelstände, die die BO alle zwei Wochen organisiert sind eine verlässliche Unterstützung der Kampagne. Weil wir uns darauf verlassen können, dass der Stand funktioniert. Letztlich zählt die Kampagne auf die LINKE bei der Umsetzung des Vergesellschaftungsgesetzes.

 

Kilian, Danke dir für deine Zeit

 

(Das Interview führte Fabian Nehring.)