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Franziska Lindner - Aktivistin für friedliche Zusammenarbeit

Der Beginn des Irakkrieges 2003 war für die damals 15-jährige Franziska Lindner ein entscheidender Auslöser für ihr weiteres Denken und Handeln. Mit 750.000 Demonstranten war sie mit auf den Straßen Berlins gegen die völkerrechtswidrige USA-Aggression. Heute ist sie eine Aktivistin für globale Friedens- und Sozialpolitik, aktiv in der Linkspartei und in sozialen Medien, Assistentin beim Bundestag. Zu ihren Vorbildern gehört Friedrich Engels - vor allem wegen seiner präzisen Analysen, militärhistorischen Abhandlungen - hier für sie besonders interessant 1855 über den damaligen Krimkrieg zwischen Russland und dem Osmanischen Reich. "Von besonderem Belang ist mir auch jetzt die politische Situation der Halbinsel Krim, der Ukraine, Russlands und die Haltung des Westens, der NATO, der EU und vor allem der Bundesregierung dazu", betont die Politikwissenschaftlerin.

Seit 2015 ist Franziska Lindner Mitarbeiterin von Abgeordneten der Partei DIE LINKE im Bundestag, derzeit für Sylvia Gabelmann vor allem in Fragen der globalen Gesundheitspolitik. Im Einsatz ist sie auch für Reportagen für Tageszeitungen, so über ihre Beobachtungen vor Ort wie in der von der Ukraine abtrünnigen "Volksrepublik Lugansk", für Analysen für Internet-Blogs wie "Die Freiheitsliebe" oder das Nachrichtenmagazin "Hintergrund".

Seit zwei Jahren heißt die Vorsitzende des beliebten LinksTreffs Wedding e.V. Franziska Lindner. Im Haus in der Malplaquetstraße 12 finden Parteiversammlungen, Diskussions- und Filmabende und Feste statt, eine wöchentliche Sozialberatung und ein Anwalt stehen dort zur Unterstützung Hilfesuchender für die Bereiche Miet- und Arbeitsrecht bereit.

1987 in der Berliner Charité geboren, machte Franziska im Prenzlauer Berg ihr Abitur. Ihr Bachelorstudium absolvierte sie an der Universität Leipzig, ihren Master an der Marburger Philipps-Universität. Ihre Abschlussarbeit widmete sie den deutsch-russischen Energiebeziehungen im geopolitischen Umfeld, die vom PapyRossa Verlag Köln als fakten- und aufschlussreiche Hochschulschrift veröffentlicht wurde. "Damals konnte man noch nicht ahnen, dass das jetzt in der Endbauphase befindliche Nord Stream 2 - Unterwasser-Erdgasprojekt von Russland zum Greifswalder Bodden von der Trump-Administration immer schärfer bekämpft wird, nur ein Beispiel der sich zuspitzenden neuen Konflikte zwischen Staaten und Staatenblöcken im internationalen System", unterstreicht die heute 32-jährige. "Die aktuelle Situation fordert uns Linke noch mehr heraus, standhaft und noch offensiver gegen den Konfrontationskurs, für eine Friedenspolitik einzutreten, für eine positive politische, wirtschaftliche und soziale Zusammenarbeit in Europa unter Einschluss Russlands".

Matthias Herold