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Haustürgespräche im Advent – Abenteuer im Alltag

In diesen Tagen in eine kalte Wohnung zurückzukehren, das wünscht sich wohl niemand. Die Bewohner von drei Häusern in der Wollankstraße im Wedding mit Vonovia als Vermieter mussten viele Tage frieren. Zhana Jung und Steve Rauhut von den Linken setzten dieser Kälte ein vorläufiges Ende – die Notheizung wurde nach einigen Gesprächen mit Vonovia funktionsfähig gemacht.

Am 9.12. begab sich dann ein kleiner, buntgemischter Club von zwei Frauen und drei Männern zwischen Mitte 20 und 75 Jahren in die Häuser, um nachzuhaken und Informationen über Hilfen und Rechtsberatungen zu bringen. Wir wurden freundlich und offen empfangen, auch von vorher skeptischen Menschen. Ein älterer Herr, der sich in gebrochenem Deutsch bemühte, mit uns zu sprechen, befürchtete durch die Notheizung eine höhere Stromrechnung. Diese Sorge teilten auch andere Mitbewohner uns mit. Wir konnten, wie schon bei anderen Mieterfragen, z.B. nach einer Mietminderung, auf die unentgeltliche Mietrechtsberatung verweisen und die Kontaktdaten von Zhana und Steve mitgeben. Der Mann bedankte sich per Handschlag und wollte die Infoblätter zusammen mit seiner Tochter durchgehen.

Wie nach fast allen Haustürgesprächen traten wir voller Enthusiasmus wieder auf die Straße. Die besuchten Menschen bekommen Informationen und haben das Gefühl „Hier interessiert sich jemand für unsere Sorgen“. Für uns ist es herausfordernd, ja ein Abenteuer, in kurzer Zeit an der Wohnungstür einen persönlichen Kontakt herzustellen. Es heißt kreativ zu sein und spontan zu reagieren, wenn wir direkt mit den Menschen ins Gespräch kommen.

Abschließend eine Bitte: Da das Mietrecht für alle Nichtprofis kompliziert ist und es auf das genaue Verstehen ankommt, sollten unsere Broschüren z.B. das schöne „Notfall-Handbuch Modernisierung“ in andere Sprachen übersetzt werden (Türkisch, Arabisch).

 

Barbara Herzig-Martens