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Martha Kleedörfer - Aus Franken nach Mitte für die Interessen der Lohnabhängigen

Martha Kleedörfer will in der Politik arbeiten, linke Ideen in die Gesellschaft tragen. Dafür ist die gebürtige Fränkin vor drei Jahren nach Berlin gekommen. "Ich wollte dort sein, wo die Politik besonders interessant ist", sagt die 22-jährige Studentin der Politikwissenschaften an der Freien Universität. Zuvor schon war sie Mitglied des Kreisverbandes der DIE LINKE der Landkreise Aschaffenburg und Miltenberg in Bayern geworden. Heute ist sie Sprecherin der 80 Mitglieder der Basisorganisation (BO) Wedding und stellvertretende Vorsitzende des Linkstreffs in der Malplaquetstraße.

"Hier in Mitte habe ich schon ein bisschen mitmischen können". Sie demonstrierte mit den Mitarbeiter*innen des Karstadt-Kaufhauses in der Müllerstraße, tauschte sich dabei mit Verdi-Leuten aus. Im Kampf um einen Tarifvertrag für die Angestellten des Charité Facility Managements sprach sie mit den Streikenden vor dem Virchow-Klinikum. "Wir müssen die Lohnabhängigen in unserem Bezirk unterstützen, ob Pflegekräfte, Verkäufer*innen, Busfahrer*innen oder die Fabrikarbeiter*innen bei Siemens", nennt sie ihr Anliegen. "Die Reichen verdienen an der Krise. Gleichzeitig verlieren viele, die sowieso bereits unter hohen Mieten und Lebensunterhaltungskosten leiden, ihre Jobs, sind monatelang in Kurzarbeit oder bekommen noch weniger Geld. Wir Linken haben für 95 Prozent der Menschen das beste Angebot".

Martha Kleedörfer kam 1998 in Würzburg zur Welt und wuchs in Wörth am Main auf. Schon als 15-jährige unterstützte sie eine geflüchtete Familie aus Albanien in ihrer Nachbarschaft, dann auch zusammen mit weiteren Schülern und Lehrern Hilfesuchende aus Syrien und dem Kosovo. Das Abitur machte sie in Erlenbach. Im Studium an der FU setzt sie sich jetzt mit Politischer Ökonomie, Arbeitspolitik und Finanzwesen auseinander. In  coronagerechten Online-Seminaren wird das politische Verhalten in der Gesellschaft erforscht.

"Als Mitarbeiterin der Bundestagsabgeordneten Dr. Gesine Lötzsch bin ich oft mit ihr in deren Wahlkreis Lichtenberg unterwegs und organisiere Veranstaltungen", ist sie froh, praktische Erfahrungen sammeln zu können.

Die wenige verbleibende Freizeit nutzt Martha, Italienisch zu lernen - "Italien inspiriert mich sehr" - und hin und wieder auf einer Orgel zu spielen - "Am liebsten Filmmusiken wie aus 'Herr der Ringe'". Eine imposante junge Fränkin in Mitte, von der wir noch viel erwarten können. 

Matthias Herold