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Neue Multimedia-Visionen in der Alten Münze

ORLANDO EL MONDRY

Von Monet bis Kandinsky

Diesmal sind es nicht weniger als sechzehn der bedeutendsten Künstler von der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die in der Multimedia-Ausstellung der Alten Münze auf dem Molkenmarkt 2 berücksichtigt worden sind.  Die „Visions alive“ wurden bis 30. Juni 2018 verlängert.

Nach der van Gogh-  und der Bosch – Ausstellung nun also „Vom Impressionismus bis zur abstrakten Malerei“:  Monet, Degas, Renoir, Gauguin, Rousseau, Signac, Toulouse-Lautrec, Modigliani, van Gogh, Klimt, Gris, Klee, Munch, Malewitsch, Mondrian und Kandinsky.

Auf allen vier Seiten des großen Saales mit fünf Meter hohen Leinwänden kommen die Bilder  -  begleitet von gut darauf abgestimmter Musik in Dolby surround  -  auf einen zu, statt dass man wie bei einer normalen Ausstellung selbst auf sie zukommen muss. Nicht weniger als 1500 Kunstwerke wurden bearbeitet. Dadurch erhält man einen guten Überblick über das Schaffen des jeweiligen Künstlers und gleichzeitig ist es ein schönes, abwechslungsreiches Erlebnis. Die Multimedia-Schleife zeigt die zentralen Werke der Maler, die auf der Suche nach neuen visuellen Formen waren, um die Umbrüche ihrer Zeit zu erfassen. Interessant und kreativ dabei die bewegte Wiedergabe und Interpretation der einzelnen Figuren und Themen.

Die Alte Münze, die als Münzprägestätte schon für das Jahr 1280 bezeugt ist, wurde 1704, 1936 und 1947 umgebaut und hat sich heute bereits zum gefragten Ort für Kultur und Startups entwickelt.

Damit ist die denkmalgeschützte und sanierungsbedürftige Alte Münze natürlich auch im Blickpunkt der Politik, denn um die Sanierungskosten und Nutzungskonzepte wird heftig gerungen. Inzwischen ist das Kulturressort von der SPD zur Linken gewechselt. Seit seinem Amtsantritt unterstützt Kultursenator Klaus Lederer eine kulturelle Nutzung der Alten Münze. Sowohl Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher als auch die kulturpolitischen Sprecher*innen der drei Regierungsfraktionen haben sich deutlich für eine kulturelle Nutzung und für die Entwicklung eines partizipativen Verfahrens zur Erarbeitung von Nutzungskonzepten ausgesprochen. Dieser Konsens führte zu einem Antrag über die gemeinsame Entwicklung eines Vergabeverfahrens, um in einem zweiten Schritt ein Nutzungskonzept zu beschließen. Beste Voraussetzungen also, dass in Berlins Alter Mitte ein zentraler Standort für Kunst und Kultur entstehen kann.        

Rainer Scholz