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Philine Edbauer - kreativ bei der Umsetzung von Visionen

Von München nach Berlin-Mitte: Philine Edbauer

Philine Edbauer hat noch viel vor in ihrem Leben. Dafür hat sie gleich vier faszinierende Vorbilder: die scharfsinnige Analytikerin des Totalitarismus Hannah Arendt, die US-amerikanische Politikerin Alexandria Ocasio-Cortez, die eingestaubte Institutionen belebt, die Regisseurin Ava Du Vernay, die mit ihren Filmen Bewusstsein für Rassismus schafft,  und das britische Model Munroe Bergdorf wegen ihres Einsatzes gegen Diskriminierung.  "Sie haben mich mit geformt und sagen mir Schwerpunkte und Grundsätze für Visionen in unserer Zeit", sagt die 29-jährige.

1990 in München geboren, in Landshut aufgewachsen, kam sie nach weiteren Jahren in der bayrischen Hauptstadt 2014 nach Berlin. Dort zog sie von Friedrichshain über Prenzlauer Berg nach Wedding, kam von Die Partei Berlin zum Bezirksverband der DIE LINKE in Mitte. "Ich bin angekommen", betont die mehrjährige Account-Managerin und Studentin, "das ist meine Partei, für die ich mich einsetze und zu deren weiteren Profilierung ich beitragen möchte." So steht bei ihr an vorderer Stelle die Arbeit mit den Mitgliedern - den jungen wie den älteren -, die gezielte Einbeziehung neuer Mitstreiter.  Dass DIE LINKE unbedingt an Kompetenz auch in der Wirtschaftspolitik gewinnen muss, wird schon lange erwartet und gefordert. In der mit von ihr dafür gegründeten Landesarbeitsgemeinschaft ist sie Sprecherin.

"Unumgänglich für mich ist ebenso eine neue Drogenpolitik."  In Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Mitstreitern kämpft sie in der Initiative "#my brainmychoice" (Mein Hirn, meine Entscheidung) gegen Voreingenommenheit und Irrtümer.  "Der Drogengebrauch muss endlich entkriminalisiert, legale, gewaltfreie Lieferketten müssen ermöglicht und wirksame Drogenhilfe stärker finanziert werden". Sie organisiert Gesprächsrunden mit Aktivisten und verteilt selbstentworfene Sticker.

Philine Edbauer arbeitet aber auch mit weiteren Interessierten an einem Pilotprojekt für Antidiskriminierung, will für Bedarfsfälle Ansprechpartner namhaft machen. 

 

                                 Bei der Zukunftssuche konkret werden

 

"Wo wollen wir hin?", fragt sie.  "Wie stellen wir uns die Zukunft ohne Kapitalismus vor?  Da müssen wir als Linke endlich konkret werden und Schritt für Schritt aufzeigen, wie wir dahin gelangen. Der erste Schritt wäre 'raus aus dem Neoliberalismus, 'rüber zu einer Wirtschaftspolitik, in der massiv investiert wird". Sie stählt sich für ihren Weg mit ihrem Studium an der Humboldt-Universität. Im Frühjahr 2020 will Philine ihre Masterarbeit verteidigen. "Bisher habe ich in verschiedenen Unternehmen und in einem Verein im Verkauf, im Vertrieb und bei der Organisationsentwicklung  gearbeitet", erklärt sie. "Zukünftig will ich noch kreativer tätig sein können, mit inhaltlicher Arbeit Geld verdienen, neue Freiräume schaffen, bei der Umsetzung unserer Visionen noch wirksamer sein". Wünschen wir ihr viel Erfolg!              

Matthias Herold