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Sieben Gesten des aufrechten Ganges

Der Bildgießer Marc Krepp, die Bildhauerin Sabina Grzimek und Lothar C. Poll (v.l.n.r.) bei der Übergabe des Rufers an die Öffentlichkeit

Bronzeskulptur „Der Rufer“ übergeben

Ein Jahr nach der Aufstellung der ersten Skulptur aus der Figurengruppe „Sieben Gesten des aufrechten Ganges“ wurde am 14. Oktober mit „Der Rufer“ die zweite der insgesamt sieben Figuren umfassenden, im Jahr 1996 entstandenen, Skulpturengruppe auf dem Garnisonkirchplatz in Berlin-Mitte aufgestellt. Die Künstlerin Sabina Grzimek erinnert mit der Skulpturengruppe an die Protestaktion der sieben Göttinger Gelehrten gegen die Eliminierung der Verfassung im November 1837.

„Meine Absicht war es“, so die Bildhauerin zu ihrem Werk, „Figuren zu formen, die eine menschliche Situation ähnlich der der Göttinger Sieben ausdrücken, als diese am 18. November 1837 ihre Erklärung verfassten: Eine Moral, die es erfordert, auch zum persönlichen Nachteil, seinen Ansichten treu zu bleiben und danach zu handeln.“

Die Figurengruppe ist aber auch jenen Menschen gewidmet, die in den vergangenen Jahren des Umbruchs, der Neuorientierung, der Veränderungen und auch Verwerfungen Haltung und Würde bewiesen haben.

Die Aufstellung der Skulptur erfolgt im Rahmen des Vorhabens „Berliner Bildhauerinnen auf dem Garnisonkirchplatz“ durch die Kunststiftung Poll, deren Galerie am Ort ihren Sitz hat. Für die Finanzierung der Gusskosten der zur Gruppe gehörenden Skulpturen sucht die Kunststiftung weitere Unterstützer und Sponsoren. Insgesamt werden Mittel in Höhe von 70.000 Euro benötigt, von denen ein Teil bereits zusammengetragen worden ist.

T.U.