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Sigmund Jähn: Erde künftigen Generationen bewahren

Am 21. September 2019 verstarb Sigmund Jähn. Er war der erste Deutsche im Weltraum.

Der 1937 im Vogtland Geborene wurde im Jahr 1976 für das Interkosmos-Programm ausgewählt. Interkosmos wurde im Jahr 1967 zwischen der Sowjetunion und zehn weiteren sozialistischen Staaten gebildet und diente der friedlichen Erforschung des Weltraums. Es ermöglichte erstmalig, Menschen, die nicht aus der Sowjetunion oder den USA stammten, in den Weltraum zu fliegen.

Die Sowjetunion stellte dabei die Raketen und die Sojus-Raumschiffe, die anderen Staaten sollten für ihre Interkosmos-Missionen eigene Geräte, Messinstrumente und Anlagen entwickeln.

Am 26. August 1978 startete der dritte bemannte Raumflug des Interkosmos-Programmes zur Raumstation Salut 6 mit dem Kosmonauten Sigmund Jähn an Bord. Die Mission galt wissenschaftlich als sehr erfolgreich und einige in der DDR hergestellte Geräte bewährten sich, wie die Multispektralkamera MKF 6.

Jähn blieb der einzige Kosmonaut der DDR im Weltraum. Nach seiner Mission wurde er stellvertretender Leiter des Zentrums für Kosmische Ausbildung. Seit 1990 arbeitete er als freier Berater für das Astronautenzentrum des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt und seit 1993 für die European Space Agency.

Erinnern wir uns an seine Worte:

Schon vor meinem Flug war mir bewusst, wie klein und verletzbar unser Planet ist. Aber erst als ich ihn vom Weltraum aus sah, in all seiner unglaublichen Schönheit und Zartheit, erkannte ich: Die dringendste Aufgabe der Menschheit besteht darin, für die Erde liebevoll zu sorgen und sie künftigen Generationen zu bewahren.“

Andreas Böttger