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Was lange währt – Baustelle Karl-Marx-Allee

ORLANDO EL MONDRY
Nach fünf Jahren zum Ferienende endlich fertig: Wasserspielplatz Weydemeyerstraße

Ende August wurde die Plansche an der Weydemeyerstraße nach vielmonatiger Neugestaltung eröffnet. Sie war seit 2013 gesperrt, was den meisten zu Recht viel zu lange erschien. Nun aber sind 1,2 Millionen Euro dafür aufgewandt worden, den Wasserspielplatz, der im Gebiet Karl-Marx-Allee II liegt, herzurichten und den Anwohnenden, vor allem den Kindern, zu übergeben. Der Begriff Bauabschnitt hat für den Teil der Karl-Marx-Allee, der sich vom Alexanderplatz bis Strausberger Platz erstreckt und die angrenzenden Wohngebiete umfasst, wieder eine sehr praktische Bedeutung erlangt. Es gibt große und gute Pläne für das Areal und viele haben etwas mit Bauen zu tun. In diesen Monaten und insgesamt zwei Jahre lang erfolgt der Umbau der Karl-Marx-Allee. Am Ende wird es nur noch zwei Fahrspuren pro Richtung, dafür aber vier Meter breite Radwege am Straßenrand geben, was ich sehr gut finde. Solche Maßnahmen passen zu dem von der Koalition beschlossenen Mobilitätsgesetz, in dem es heißt, dass wir Mobilität sicherer, nachhaltiger, stadtverträglicher und gerechter machen werden.

Ich freue mich auch, dass sechs neue Pavillons gebaut werden und bin gespannt auf die Diskussion über deren künftige Nutzung. In den ursprünglichen Planungen aus dem Jahr 1959 waren 11 Pavillons vorgesehen, gebaut wurden am Ende nur fünf. Bereits nach den ersten öffentlichen Diskussionen über die neuen Pavillons ist klar, dass die meisten Menschen eine soziokulturelle Nutzung möchten, also Orte, die einlösen, was sie bereits durch ihre Architektur versprechen: Transparenz, Öffentlichkeit, Zugang und Gemeinschaft.

Wenn allenthalben Umbruch und Erneuerung ist, bedeutet das immer auch Zumutungen für alle, die im Quartier wohnen. Baulärm, Kräne, Gerüste, Sperrungen, Veränderungen, Unwägbarkeiten – in solchen Zeiten ist es wichtig, dass alle wichtigen Informationen möglichst viele Menschen erreichen, dass miteinander geredet wird, die Stadtgesellschaft einbezogen ist. Ich finde es gut, dass sich mit dem Nachbarschaftsrat eine sehr rege und kompetente Initiative gegründet hat, die sich als Interessenvertreterin der Bürgerinnen und Bürger in diese Debatten einbringt, eigene Vorschläge unterbreitet und vorbringt, was schwierig oder nicht gut läuft.

Carola Bluhm