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Unser Sommer 2020 mit Corona

Kontaktbeschränkung, anderthalb Meter Abstand, Gesichtsmaske, Reisewarnungen... Schwierige Bedingungen für die Sommermonate Juli/August in der Corona-Pandemie. Matthias Herold fragte engagierte, aktive Menschen innerhalb und außerhalb der DIE LINKE, wie speziell sie diesmal die traditionelle Urlaubszeit verbringen.

Falk Höpfner:

Bei allen Gefahren, die das Covid-Virus mit sich brachte, habe ich den Stopp des Alltagshamsterrads sehr genossen. Ausfallende Termine und das Platzen der eigenen Pläne erlauben endlich einmal wieder Spontaneität. Diese kleine Freiheit, von jetzt auf gleich auf das Rennrad zu steigen und Brandenburgs Wälder und Seen abzufahren, wird mit dem Parteileben meinen Sommer bestimmen.

Kadriye Karci:

Eigentlich wollte ich meine 93-jährige Mutter und meine Schwester in Westanatolien besuchen. Nach den noch bestehenden Reisewarnungen des Außenministeriums hat nun die Fluggesellschaft meinen Flug gecancelt und bot mir einen späteren Alternativtermin an. Abwarten. Sobald es mir Corona und Politik erlauben, bin ich dann für zwei Wochen weg. Ansonsten muss ich mir einen Urlaubsplan für Berlin entwickeln.

Michael Prütz:

Meine griechische Lieblingsinsel muss in diesem Sommer warten, nicht nur wegen der Corona-Pandemie sondern auch der aktuellen politischen Situation in Berlin. In der Initiative "Deutsche Wohnen & Co enteignen" kommt Bewegung ins Spiel. Nach endlicher Freigabe des Volksbegehrens durch Innensenator Geisel gibt es grünes Licht für die zweite Stufe. Eventuell schon im Frühherbst können wir wieder Unterschriften sammeln - innerhalb von vier Monaten 170 000. Die Aufgabe ist gewaltig. Jetzt bauen wir Sammlerstrukturen in allen Stadtteilen auf. Mein Appell: Helft mit, dass wir erfolgreich sind, die großen renditegetriebenen Immobilienkonzerne wieder in die öffentliche Hand zu überführen! 

Steve Rauhut:

Nach meiner großen Bauch-OP im letzten Herbst, monatelangem Krankenhaus und Reha geht es mir heute besser als je zuvor. Aufgrund des Corona-Risikos bin ich aber noch krankgeschrieben. Ich hatte viel Zeit zum Nachdenken und konnte mit engen Freund*innen neue politische Ideen entwickeln, die mich nun sehr beflügeln. Ich bin in diesem Sommer voller Energie und Tatendrang und freue mich sehr, schon jetzt digital und bald mit vielen auch wieder physisch unterwegs zu sein.

Prof. Dr. med. Andreas Umgelter:

Nachdem sich alle Vorhersagen in Bezug auf Covid-19 als kurzlebig erwiesen haben, mag ich nichts planen. Ich kann mir nicht recht vorstellen, dass es das schon gewesen sein soll. Und die nächste Kehrtwende der Politik lässt bestimmt nicht lange auf sich warten. Also: zu Hause bleiben und bereit sein. Wenn ich frei habe, möchte ich als gebürtiger Münchner Berlin erkunden. Und endlich den verdammten Bücherstapel weglesen.

Thilo Urchs:

Ich werde, wenn es die Hygienebedingungen zulassen, wie in jedem Jahr meinen Urlaub mit meiner Familie bei Freunden an der Algarve verbringen. Im kommenden Jahr wird es mit den drei Wahlen sehr viel zu tun geben. Deshalb sollten auch in den Ferien die "Akkus schon mal aufgeladen" werden. 

Katharina Mayer:

In der Sommerpause wird sich für mich einiges ändern. Im Juli beginne ich einen neuen Job und ich werde umziehen, da ich im November ein Kind bekomme. Dass jetzt die sitzungsfreie Zeit der BVV ansteht, kommt mir sehr gelegen. Das heißt natürlich nicht, dass die Politik stillsteht. Gerade bei existenzieller Not, Sorgen, die eigene Wohnung zu verlieren, stehen wir weiterhin bereit.

Markus Wollina:

Die Sommermonate werde ich vor allem zu Hause in Homeoffice verbringen und neben der Arbeit ein paar überfällige Renovierungen in meiner Wohnung auf der Fischerinsel erledigen. Ich hoffe, dass es nicht zu einer neuen Infektionswelle kommen wird, da es in Berlin immer weniger Leute gibt, die sich an Abstands-, Mundschutz- und Hygieneregeln halten.