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Gibt’s gute Nachrichten?

Die Frühlingssonne hilft mental, mahnt gleichzeitig, gesellige Wünsche zu vergessen. Dank gebührt Heldinnen und Helden der alltäglichen Arbeit. Wir, der Rest, ziehen uns zurück. Vor zwei Wochen Konzerthaus, „Augustiner Bräu“, Känguru-Film, Hackescher Markt, kochen mit Freunden, essen im „Stadtsalat“, vormals Buchladen von „Verlag der Nation“,... Weiterlesen


Wohnen bestimmt das Lebensgefühl

Der Mietendeckel ist jung, noch unbefestigt, der Alltag hat schon umgeschaltet. Auf der Straße rumpeln Wortfetzen wie Thüringen, Corona, Kino, Fasching, unverändert die Wut auf E-Roller und Fahrräder auf dem Trottoir. Fußgänger stören. Ein einziger Mietendeckel reicht nicht. Der Anglerbedarf Invalidenstraße hat nach drei Jahrzehnten wegen zu hoher... Weiterlesen


Auf der Suche nach dem Mietendeckel

Häuser geben keine Geheimnisse preis, Vermieter und Mieter lernen, dass „Mietendeckel“ kein neuer Name der Mietpreisbremse ist, sondern ein Berliner Unikat der Wohngerechtigkeit. Ich weiß es vom Hörensagen und durchs Pro und Contra der Medien. Wir wohnen 20 Jahre beim gleichen Privaten, Kaltmiete ok, Nebenkosten steigend, der Mietendeckel wird das... Weiterlesen


Berlins neue Zwanziger

Den Goldenen Zwanzigern galt Berlins Mitte als sündige Metropole für Künstler, Prostituierte, Geschäftemacher, Reichsmark, Nachtleben, Varietés, Gasthäuser, Kneipen. Weltbekannt Friedrichstraße und Linden, folgenschwer Weltwirtschaftskrise, Massenarbeitslosigkeit, Verelendung, Faschismus, Krieg. Seit 20 Jahren das neue Jahrtausend, Thema der... Weiterlesen


2019 ist fast vorbei

Im November mag niemand spazieren gehen. Beim Bäcker gibt´s jetzt bunte Pfannkuchen, auch Weihnachtsschmuck ist schon da. Jahreszeitliche Events sind verlässlich, während neue Leute nur kommen und gehen. Das Kiezgefühl schwindet, das öffentliche zu Hause wird beliebig. In Berlin sollen die am wenigsten glücklichen Menschen mit der ungeliebtesten... Weiterlesen


Der goldene Herbst

Nagelstudios, Barbershops, Minibreweries, Schnapsbrennereien, Veganes, Rohkost - alles ist da und Englisch längst Zusatzumgangssprache in Mittes Mitte. QA, also Question/Answer, heißt die App des Ordnungsamts, die meine Wut über Dreckhalden aufnimmt. Ist alles weggeräumt, leuchtet die Handy-Bearbeitungs-Ampel grün. Aber warum sammelt die BSR nicht... Weiterlesen


Wie gehts weiter?

Mittes Bürgermeister sieht die Friedrichstraße als autofreie Modemeile, doch ebenerdig fehlen Cafés, kleine Restaurants, verkramte Buch- und sonstige Läden, Kinos, Kinder und mehr. Gewesene Unterhaltungsorte wurden zerbombt, abgerissen, plattgemacht, die Friedrichstraße? Kulturell und kulinarisch Ödnis. Es gibt auch, nicht nur, bayrisch’ Bier,... Weiterlesen


Es wird anders

Berlin bekommt Hochhaus-Leitlinien. Mitte wird höher, enger, wärmer, trockener, voller ist es schon, die Restaurants sind da, die James Simon Galerie bietet auf der Terrasse Kaffee mit Stadtblick, am Weinbergsweg gibts Ben & Jerry’s… Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Heute erstickt’s im Müll. Berlin ist cool, plant fehlende Wohnungen fürs... Weiterlesen


Ein Stadtsommer wie immer

Manche ärgert, andere freut die Sommerhitze, manche strahlen schwitzend, auch gereizter Berliner Umgangston hält an. So beim Vater mit Kind im Großfahrrad in der Linienstraße, der den hupenden, dann haltenden Taxifahrer anbrüllt, bevor er und ein Mountainbike trotz Fußgänger über den gelb gestreiften Fußgängerüberweg rasen. Kein Ordnungsamt,... Weiterlesen


Eine Stadt riecht jeden Tag anders

Theodor Fontane am 26. Mai 1859: „Wir saßen vorgestern beim Nachmittagskaffee in unserer Geisblattlaube und sogen die Ecke Berliner Gartenluft (Blumen vorne und Müllkute hinten) in vollen Zügen ein“. In der Potsdamer 33 gabs noch keine Kanalisation. 1872 fragt er: Ist Berlin Weltstadt? Und schreibt: Ja und nein. Und  heute? Da stopfe ich mich eine... Weiterlesen