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Drinnen und draußen

Am Anfang der Zukunft zerbricht das Übliche. Berlin findet nicht mehr draußen statt, das Innenleben sichern Wohn-, Baugemeinschaft, Genossenschaft, Eigentum und Miete. Wer wohnt, bleibt. Zurückgefahren sind Homeschooling und Kinderbetreuung, Erwerbsarbeit als Dauermieter. Wieviel Raum erhält das Home Office, wenn für traditionelle Wohnfunktionen... Weiterlesen


Wer braucht zum Spazieren eine Fahrradtrasse?

Als ich als Kind nach Ost-Berlin kam, spazierte man am Wochenende durch Schloß- und Bürgerpark. Kriegsbedingt ohne den deutschen Mann. Sonnabends war Schule, Läden machten mittags zu, fünf Pfennig hießen Sechser, dafür gabs `ne Schrippe, das Kinderkino kostete 25. Mädchen hatten Zöpfe, Sonntagskleider, weiße Kniestrümpfe, Hütchen, Jungen wurden... Weiterlesen


Gestern. Heute. Morgen.

Manche Geschäfte geben auf, andere eröffnen: Der Hundebedarf Ackerstraße, und bei „Barcomi’s“ wird Brot gebacken. Die neue Zeit bringt mich mitten in Mitte ans Berliner Schloss. Manche denken, nur die öde Ostseite heiße Humboldt Forum. Die U5 wird hier halten, sie unterquert auch die wuchtige Karl-Marx-Allee, immer schon fehlt mir über den... Weiterlesen


Frust und Hoffnung

Einerseits bin ich optimistisch, andererseits irritiert. 2020 - fast vorbei, ereignisloser als geplant, keine Reise, aber Einsichten, gespartes Geld macht nicht glücklicher. Mein Alltag ist weg, der Winter-Lockdown sichert überall die Maskenpflicht, Medien setzen der politischen Klasse zu. Gesetze sind gut, wenn die Kontrolle funktioniert. Nachts... Weiterlesen


Eine Frage der Gewöhnung

Soll man zu Hause bleiben? Am Wohnort? Berlin-Mitte ist groß, das Frühstück im Wedding wird zur Herausforderung. Sonntags fährt kein Bus 142, aber wenn die Heidestraße fertig ist, so die Gastgeber, könnte sich das ändern. Also U8 bis Osloer, dann U6. Verspätete Nachtgestalten, auch Bettelnde steigen ein und aus, nicht zwingend mit Maske, aber... Weiterlesen


Wo flanieren wir künftig in Berlin?

Vielleicht in der Bergmannstraße und Kastanienallee? Kaum in der Friedrichstraße. Nur wenn gewohnt wird, lässt sich großstädtisch wie im Kiez hin- und zusehen, einander erkennen, sitzt, steht, geht, plaudert, genießt man das öffentlich. Friedrich, der Flaneur? Motto für 700 Meter vorübergehend autofreie Friedrichstraße, Rad- und E-Tretroller eilen... Weiterlesen


Gegensätze und Widersprüche

Arbeitskräftemangel, Hitze, kaum Masken-Kontrollen in ÖPNV, Restaurants, Spätis, Super- und Straßenmärkten, die Gesetzlichkeit ist versandet, am Alex wird gegen Maskenpflicht und für Weltfrieden demonstriert, nachts lärmt die Party, nicht nur Mittes Bezirksbürgermeister ist sauer. Ja, Kontrollen wären besser als blindes Vertrauen. In Gaststätten... Weiterlesen


Corona zu fuß

Je älter ich bin, desto mehr ängstigen mich Fahrradfahrende, wenn sie mich überholen. Unhörbar, hautnah, auf dem Bürgersteig. Fast wie Corona: Achtsamkeit verhindert nicht, erwischt zu werden. Ist es Zeitgeist, wenn die politische Klasse machtausübend und oppositionell radelt, joggt wie andere Leute auch? Ich hatte die Geräusche der Stadt,... Weiterlesen


Wo? Was? Wie? Wann?

Mir kommt der Zeitsinn abhanden, manche wollen von nichts wissen, alle reden über Corona, die Masken werden bunter, auf Bürgersteigen wird wieder Rad gefahren, schniefen Jogger, dabei ist Minimaldistanz eine zivilisatorische Errungenschaft. In der Tram versperrt mir das Fahrrad des Unmaskierten den Einstieg. Ich murre maskiert, er droht. Ist das... Weiterlesen


Politische und andere Viren

Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel unterschrieb im sowjetischen Hauptquartier in Karlshorst als Chef des Oberkommandos der deutschen Wehrmacht die bedingungslose Kapitulation des Deutschen Reichs. Am 8. Mai 1945 um 23 Uhr war Schluss. Man dankte Stalin. In Moskau war da schon 9. Mai. In meinem Umfeld wurde der Tag der Befreiung stets gefeiert.... Weiterlesen