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2019 ist fast vorbei

Im November mag niemand spazieren gehen. Beim Bäcker gibt´s jetzt bunte Pfannkuchen, auch Weihnachtsschmuck ist schon da. Jahreszeitliche Events sind verlässlich, während neue Leute nur kommen und gehen. Das Kiezgefühl schwindet, das öffentliche zu Hause wird beliebig. In Berlin sollen die am wenigsten glücklichen Menschen mit der ungeliebtesten... Weiterlesen


Der goldene Herbst

Nagelstudios, Barbershops, Minibreweries, Schnapsbrennereien, Veganes, Rohkost - alles ist da und Englisch längst Zusatzumgangssprache in Mittes Mitte. QA, also Question/Answer, heißt die App des Ordnungsamts, die meine Wut über Dreckhalden aufnimmt. Ist alles weggeräumt, leuchtet die Handy-Bearbeitungs-Ampel grün. Aber warum sammelt die BSR nicht... Weiterlesen


Wie gehts weiter?

Mittes Bürgermeister sieht die Friedrichstraße als autofreie Modemeile, doch ebenerdig fehlen Cafés, kleine Restaurants, verkramte Buch- und sonstige Läden, Kinos, Kinder und mehr. Gewesene Unterhaltungsorte wurden zerbombt, abgerissen, plattgemacht, die Friedrichstraße? Kulturell und kulinarisch Ödnis. Es gibt auch, nicht nur, bayrisch’ Bier,... Weiterlesen


Es wird anders

Berlin bekommt Hochhaus-Leitlinien. Mitte wird höher, enger, wärmer, trockener, voller ist es schon, die Restaurants sind da, die James Simon Galerie bietet auf der Terrasse Kaffee mit Stadtblick, am Weinbergsweg gibts Ben & Jerry’s… Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Heute erstickt’s im Müll. Berlin ist cool, plant fehlende Wohnungen fürs... Weiterlesen


Ein Stadtsommer wie immer

Manche ärgert, andere freut die Sommerhitze, manche strahlen schwitzend, auch gereizter Berliner Umgangston hält an. So beim Vater mit Kind im Großfahrrad in der Linienstraße, der den hupenden, dann haltenden Taxifahrer anbrüllt, bevor er und ein Mountainbike trotz Fußgänger über den gelb gestreiften Fußgängerüberweg rasen. Kein Ordnungsamt,... Weiterlesen


Eine Stadt riecht jeden Tag anders

Theodor Fontane am 26. Mai 1859: „Wir saßen vorgestern beim Nachmittagskaffee in unserer Geisblattlaube und sogen die Ecke Berliner Gartenluft (Blumen vorne und Müllkute hinten) in vollen Zügen ein“. In der Potsdamer 33 gabs noch keine Kanalisation. 1872 fragt er: Ist Berlin Weltstadt? Und schreibt: Ja und nein. Und  heute? Da stopfe ich mich eine... Weiterlesen


Frühes Ahnen, spätes Wissen

Alle reden übers Wohnen. Doch das Bauen dauert. Die Natur blüht, weisse Sneaker sind in, verliebt ins heutige Berlin füllen nicht nur Touristen Hof- und Straßencafés. Zurück aus Londons City wirkten Bürgersteige und Fahrbahnen plötzlich menschen- und autoleer, öde, ärmlich, ungeliebt, ungepflegt. Dort schoben tausende E-Busse neben Autos durch enge... Weiterlesen


Von den Haupt- und Nebensachen

In Mitte tragen viele sockenfrei, weiße Sneaker, schmale, gefranste, 7/8 oder 3/4 Hosen. Meine fast auf dem Prenzlauer Berg wohnende Freundin mailt, sie wäre dessen und des winterlichen Grau in Grau in Mitte-Mitte überdrüssig; Glamour gäb’s nur weiter unten, siehe Berlinale… Die ist vorbei, der Frühling hat schon reingeschaut, im Teehaus „Chen Che“... Weiterlesen


Zwischen Hochsommer und Hochwinter

Stört mich das Alter, stört mich das Wetter? Das hängt vom Kontext ab. Im Sommer ist’s subjektiv vergnüglicher, im winterlichen Niesel wirkt Berlins mittlere Mitte weitläufiger, grauer, dreckiger, lauter, provinzieller als gedacht. Bei Sonne lächeln Fußgänger, scheint’s mir bunter, aufgeräumter, sauberer, weltoffener, romantischer zu sein … In... Weiterlesen


Fußgänger wie ich

Manchmal verfinstert Einsicht die Welt. Das begabte Kind sagt in Woody Allens Frühfilm „Annie Hall“ („Der Stadtneurotiker“) zum Arzt, Lernen sei überflüssig, das Universum expandiere. Das Universum ist deine Sache nicht! schreit die Mutter. Brooklyn wird  nie expandieren. Wiedergesehen im „Arsenal“ am Potsdamer Platz. Brooklyn und Berlin sind seit... Weiterlesen