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Es ändert sich schneller als gedacht

Jetzt beginnt der 9. Monat, nach jüdischem Kalender fängt am 1. Tischrei, dem 9. September, das jüdische Jahr 5779 an. Laub wird bunter, Tage kürzer, in Mittes Opernhäusern singen sie sich ein, das Prime Time Theater probt die 119. Folge „Gutes Wedding/Schlechtes Wedding“. Vorbei ist die Zeit leerer Theater, Kinos, Häuser und Straßen. Berlins Mitte... Weiterlesen


Berlins erster Fahrradkrieg oder: Wem gehört der Bürgersteig?

Manche nennen es Radfahr-, andere Mobilitätsgesetz, Autofahrer empören sich. Wir Fußgänger werden erwähnt, müssten aber eigentlich vor Auto und Rad geschützt werden! Nicht nur am unter- und überirdisch gut vernetzten Potsdamer Platz, wo Fahrräder zwischen Bushaltestelle und Wartenden fahren, auch am Weinbergsweg/Brunnenstraße, wo dem Rad gar ein... Weiterlesen


Do you speak English?

Sie wedeln mit Stift und Papier, sagen nur den einen Satz. Wer nickt, wird von jungen rumänischen Frauen eingekreist. Man sagt, ganze Familien lebten vom Verkauf der erbettelten Email-Adressen. Ich weiche aus. Wurden am Potsdamer Platz Bänke entfernt, weil sich Obdachlose einrichteten? Das Hörensagen nährt die Vorurteile. Wird mich der rauchende... Weiterlesen


Das neue Hüben und Drüben

Der Hund bellt, die Frau kreischt, der Fuchs sieht sich um. Als letztes verschwindet der buschige Schwanz ums Eck. Da ist Kater Bakunin schon wieder aus dem Fenster gesprungen. Er wird gesucht. Schon frühmorgens stehen, spazieren, sitzen, rennen alte und neue Menschen durch Mitte. Manche lassen Zigarettenstummel fallen, andere stapeln vor... Weiterlesen


Nahe Fremde und fremde Nähe

Früher las man in der übervollen U-Bahn Zeitung, heute starrt man aufs Handy. Es schminken sich Frauen zu Ende, es duftet männlich-orientalisch oder nach kräuterblumigem Parfüm, Milchkaffee und Croissants. Wird telefoniert, hören alle zu. Touristen schlafen noch. Bald sollen sie auch zentrumsfernere Stadtgegenden erkunden.  In Manhattan vertreibt... Weiterlesen


Geklaute Tüten, Poké Bowls und Kaffeeklatsch

In Frankfurt/Main soll es 311, in Prag 3822, in Berlin 1254 Hotels geben. In Berlin-Mitte sollen Adam, Ali und Amir die beliebtesten Baby-Namen sein. Und der Frühling soll uns nicht um die Illusion von mediterranem Flair bringen. Gastronomische Verluste des Winters sind die Italiener Tucholskystraße und Neue Promenade. Ob Yummi-Asiaten mit... Weiterlesen


Die Winterklage

Berlins Charme ist wetteranfällig. Die ersten Wochen des neuen Jahres wird gemeckert. Man rutscht, hustet, schnupft und amüsiert sich. Die Tage tragen hässliches Grau, Abende sind finster, gelegentlich stürmt es weiße Flocken. Trottoirs glänzen in schmuddligem Regenwasser. Was Kunst- und Kulturnischen angeht - der Zulauf ist gewährt. Bücher,... Weiterlesen


Auf das Neue!

2018 wird es Geselligkeiten, alte und neue Orte zum Essen und Trinken, für Klamotten und Überflüssiges geben. Vermutlich werden die stattlichen Gebäude Torstraße 144 und 111 und, schräg rüber vom Sophieneck, auch ein zartes Haus in der Sophienstraße weiterhin verrotten. Da kann kein Ordnungsamt helfen. Das hiesige hat allerdings noch Ende 2017 das... Weiterlesen


Manhattan und Berlin

Wieder in Berlin gelandet, hoffe ich, dass mir die Mitte von Mitte noch ein paar Tage lang wie Manhattan schmecken möge. Hier höre ich das gleiche Englisch wie dort, hier sehe ich junge Leute, die wie dort am Wochenende so geduldig wie heiter nach besonderen Udon-Suppen, Sushi- oder Tapas-Happen anstehen. Andere schleppen spätabends ihre... Weiterlesen


Erinnerungen und schwebende Kühe

Im Oktober war es sonnig, im November ist`s meist kühl, nicht kalt, grau, nicht hell. Früher schenkte man im November Chrysanthemen, früher wurde über Pogrome und Revolutionen gesprochen, doch Blumen und Themen sind andere geworden. In der Oranienburger Straße wird hinter mir gelacht. Vorn nähert sich ein Hund. Dessen Besitzerin bellt: Verpisst... Weiterlesen