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Geklaute Tüten, Poké Bowls und Kaffeeklatsch

In Frankfurt/Main soll es 311, in Prag 3822, in Berlin 1254 Hotels geben. In Berlin-Mitte sollen Adam, Ali und Amir die beliebtesten Baby-Namen sein. Und der Frühling soll uns nicht um die Illusion von mediterranem Flair bringen. Gastronomische Verluste des Winters sind die Italiener Tucholskystraße und Neue Promenade. Ob Yummi-Asiaten mit... Weiterlesen


Die Winterklage

Berlins Charme ist wetteranfällig. Die ersten Wochen des neuen Jahres wird gemeckert. Man rutscht, hustet, schnupft und amüsiert sich. Die Tage tragen hässliches Grau, Abende sind finster, gelegentlich stürmt es weiße Flocken. Trottoirs glänzen in schmuddligem Regenwasser. Was Kunst- und Kulturnischen angeht - der Zulauf ist gewährt. Bücher,... Weiterlesen


Auf das Neue!

2018 wird es Geselligkeiten, alte und neue Orte zum Essen und Trinken, für Klamotten und Überflüssiges geben. Vermutlich werden die stattlichen Gebäude Torstraße 144 und 111 und, schräg rüber vom Sophieneck, auch ein zartes Haus in der Sophienstraße weiterhin verrotten. Da kann kein Ordnungsamt helfen. Das hiesige hat allerdings noch Ende 2017 das... Weiterlesen


Manhattan und Berlin

Wieder in Berlin gelandet, hoffe ich, dass mir die Mitte von Mitte noch ein paar Tage lang wie Manhattan schmecken möge. Hier höre ich das gleiche Englisch wie dort, hier sehe ich junge Leute, die wie dort am Wochenende so geduldig wie heiter nach besonderen Udon-Suppen, Sushi- oder Tapas-Happen anstehen. Andere schleppen spätabends ihre... Weiterlesen


Erinnerungen und schwebende Kühe

Im Oktober war es sonnig, im November ist`s meist kühl, nicht kalt, grau, nicht hell. Früher schenkte man im November Chrysanthemen, früher wurde über Pogrome und Revolutionen gesprochen, doch Blumen und Themen sind andere geworden. In der Oranienburger Straße wird hinter mir gelacht. Vorn nähert sich ein Hund. Dessen Besitzerin bellt: Verpisst... Weiterlesen


Neue Berliner, neue Lebensart

Der Sommer ist weg. Die Wählerschaft hat zwischen enttäuschender Vergangenheit und vager Zukunft gewählt. Als Schöpfung des Augenblicks gilt das Kürzel LOHAS gleich Lifestyle of Health and Sustainability. Auf Deutsch: Gesunde und nachhaltige Lebensweise. Da hängt mal wieder alles mit allem irgendwie zusammen, selbst wenn niemand das merkt.  Ein... Weiterlesen


Sonderbares im öffentlichen Raum

Unten im vormaligen U-Bahnhof Thälmannplatz haben zwei kleine Punkte die inkriminierte Mohren- in eine Möhren-Straße verwandelt. Witzig. Oben ist es ungemütlicher. Da hasten Leute, Geschäfte und Restaurants warten auf Business oder erdulden die Insolvenz. Hier wohnen wenige, auch Spielplätze sind rar. Neue Eissorten, Kinos, Streetfood und... Weiterlesen


Nachösterlicher Spaziergang

„Wat meene Wenigkeit anjeht", sagt der Mann, „is’ die Feierei nich’ so mein Ding“. Ostern ist vorbei, der 1. Mai ist ohne Sonne und kein Arbeiterkampftag, sondern vergängliches Wochenende. Wehmütig denke ich, wie wir einst nach machtvollen Paraden die raren Kneipen besuchten, in denen Bockwurst mit Kartoffelsalat für 1,35 Mark und Bier 51 Pfennig... Weiterlesen


Nach- und weitergetragenes

Na, da war ich auf dem richtigen Pfad, als ich letztens über die Bebauung Ecke Torstraße sinnierte. Jetzt ist sie offiziell. Suhrkamp & Insel haben Pläne veröffentlicht, Café und Wohnungen sind geplant, aber erstens wirken Entwürfe meist fade, und zweitens bauen sie die Berliner hellen Kästen, aber etwas anders und ohne Sehschlitze, dafür mit... Weiterlesen


Grünlose Grünanlagen

Verdreckte Plätze, mageres Zufallsgrün, beschmierte Bänke - das sind dringend zu bewahrende Grünanlagen, sobald nach Jahrzehnten der Vernachlässigung Änderungen anstehen. Bescheiden für unsere Zeiten gibt sich der Protest am Rosa-Luxemburg-Platz, vis-a-vis gleichnamiger U-Bahnstation, doch bis heute fehlt hier der eigentliche Stadtplatz. Die... Weiterlesen