Waffenproduktion im Wedding: Rheinmetall in unserem Kiez!

Rheinmetall will wieder Munition im Wedding produzieren - und das ist ein massiver Einschnitt für unseren Bezirk.

Am Standort Scheringstraße plant Rheinmetall die vollständige Umstellung eines ehemaligen Autozulieferwerks auf die Produktion militärischer Komponenten. Schon ab 2026 sollen über die Rheinmetall-Tochter Pierburg GmbH am Humboldthain Patronenhülsen gefertigt werden - zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg würde damit im Wedding wieder Munition produziert. In der zweiten Hälfte des Jahres 2026 soll die Umstellung abgeschlossen sein.

Rheinmetall begründet diesen Schritt mit der Sicherung der rund 350 Arbeitsplätze. Doch tatsächlich zeigt sich hier exemplarisch, wie die politische Erzählung der sogenannten „Zeitenwende" genutzt wird: Milliarden fließen in Aufrüstung und Militarisierung, während Schulen bröckeln, Krankenhäuser überlastet sind, Busse und Bahnen ausgedünnt werden und Investitionen in Klimaanpassung fehlen.

Munition im Wedding bedeutet:

  • die Normalisierung militärischer Produktion mitten in einem dicht bewohnten Innenstadtbezirk
  • politischen und sozialen Druck, diese Entwicklung hinzunehmen
  • die Ausweitung militärischer Abhängigkeiten
  • ein systematisches Wegschauen gegenüber notwendigen Investitionen in soziale und öffentliche Infrastruktur

Dieses Vorgehen von Rheinmetall darf nicht Realität werden.

Wir brauchen keinen Einstieg in neue Rüstungsproduktion, sondern einen sozial-ökologischen Umbau des Werks, der Arbeitsplätze sichert, ohne unsere Bezirke in militärische Logik zu drücken.

Unsere Forderungen:

  •  Umschulungen, Weiterbildung und Investitionen in zivileZukunftsbranchen
  • Produktion für Klima, Energie, Mobilität und gesellschaftliche Versorgung
  • langfristige Arbeitsplatzgarantien durch nachhaltige Wertschöpfung
  • demokratische Beteiligung der Beschäftigten und der Nachbarschaft
  • eine klare Absage an die Militarisierung ziviler Räume