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Corona-Pandemie verschärft soziale Situation armer Menschen

Die aktuelle Corona-Pandemie trifft nicht alle Menschen gleich. Arme Menschen und Transferbezieher:innen sind sehr viel stärker als Reiche und Superreiche von den ökonomischen Auswirkungen der wirtschaftlichen Krise betroffen. Bei den Armen droht große Not. Eine Reihe von Leistungen wie Lebensmittelhilfen von Tafeln und kostenfreies Schulessen gibt es in der Pandemie nicht. Das war für einen Teil der armen Schüler:innen die einzige sichere Mahlzeit.

Während Geschäftsbetreiber:innen und ihre Beschäftigten, Künstler, Frisöre und sonstige Solo-Selbständige ohne ökonomische Perspektiven einer weiteren Verlängerung des Herunterfahrens des öffentlichen Lebens mit massiver Existenzangst entgegensehen, gehen die ökonomischen Eliten schadlos durch die Krise. Der Deutsche Aktienindex (DAX) hat trotz Rückgang der Wirtschaft mitten in der Krise die 14 000-Marke überschritten. Die Vermögen in Aktienbesitz sind massiv angewachsen. Deshalb fordert DIE LINKE zur Finanzierung der Kosten der Corona-Krise eine Vermögensabgabe. Die ca. 400 000 Besitzer von Vermögen über 2,5 Mio. Euro in Deutschland sollen einen gerechten Beitrag zur Finanzierung der Krise leisten.

Dazu stehen im krassen Gegensatz obdachlose Menschen in Berlin. Sie haben kein Zuhause, wo sie in der gegenwärtigen Krise bleiben können. Von regelmäßigem Händewaschen ganz zu schweigen, sind ihre Möglichkeiten zur Körperpflege grundsätzlich sehr eingeschränkt. Aktuell ist ein Teil des Angebots für sie weggebrochen. In der kalten Jahreszeit besonders wichtige Möglichkeiten wie warmes Essen und längeres Aufwärmen stehen nicht zur Verfügung. Beim Impfen ist zu befürchten, dass Obdachlose die Letzten sein werden.

Die Berliner Sozialsenatorin Elke Breitenbach (DIE LINKE) hat sich der Menschen in Obdachlosigkeit angenommen und versucht trotz Corona zu helfen. Neben dem wichtigsten Ziel, dem Verlust der Wohnung frühzeitig entgegenzuwirken und eine Obdachlosigkeit erst gar nicht entstehen zu lassen, soll auch den derzeit Betroffenen geholfen werden. Die Sozialverwaltung in Berlin nimmt viel Geld in die Hand, um die Menschen von der Straße zu holen. Die Summe von ca. 300 Mio. Euro wird pro Jahr in Berlin für die geschätzten 50 000 Menschen ohne eigene Wohnung verwendet. Aber statt pro Tag 70 Euro an Notunterkünfte zu zahlen, sollten wir den Familien lieber eine eigene Wohnung finanzieren. Das wäre für die Betroffenen besser und für die Gesellschaft preiswerter.

Damit es in der Frage eine längerfristige Verbesserung gibt, braucht Berlin mehr bezahlbaren Wohnraum. Das sichert nur eine starke LINKE in der nächsten Berliner Regierungskoalition.

Thomas Licher