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Kein Grund zum Aufatmen ...

… ist, dass das NATO-Großmanöver "Defender 2020" infolge Corona nicht bis zur russischen Grenze vordrang.  Wir haben lediglich eine Atempause, die wir nutzen sollten. Wir müssen die Zeit nutzen, um uns inhaltlich zu stärken, die entstandene Vernetzung aufrecht zu halten und lebendig zu gestalten. Wir müssen Wege finden, diejenigen, die wegen "Defender" zur Friedensbewegung gestoßen sind - das waren so erfreulich viele - weiter zu motivieren, sich der Friedensarbeit zu widmen. 

 

Denn: 

 Die Kriegsmanöver werden weiter stattfinden.

 Die Gefahr eines Atomkriegs hat sich nicht verringert.

 Die Truppenstationierungsverträge sind noch nicht gekündigt, Ramstein nicht geschlossen und Kriege 

 werden von deutschem Boden geführt. 

 Die Rüstungsexporte gehen massiv weiter, es wird aufgerüstet und am 2% vom BIP festgehalten. Die   Bundeswehr ist in zahlreichen Auslandseinsätzen aktiv.

  Die Drohungen gegen Russland haben sich nicht vermindert.

Es gibt also genug zu tun.

 

Jetzt gilt es "Corona-taugliche" Protestformen zu finden: 

 Aktionen von Haus zu Haus, von Balkon zu Balkon gegen die Vereinzelung infolge der Corona-Maßnahmen.

  Briefkästen füllen mit Flyern, Aufrufen, Informationen.

  Ankündigungsplakate für nicht stattfindende Veranstaltungen mit Forderungen der Friedensbewegung überkleben.

   Leserbriefe schreiben, Anzeigen in den Medien schalten.

   Digitale Protestformen entwickeln, die sozialen Medien stärker und kreativ nutzen.

Aber vor allem:

Informieren, miteinander reden, die Menschen für das Thema Krieg oder Frieden empfänglich machen und sensibilisieren, das ist das Wichtigste unseres Widerstandes.

 

Jutta Kausch, Schauspielerin. Humanistin, Moderatorin, aktiv in der Berliner Friedenskoordination und Kuba-Solidarität